Bewegung SenDoKu
Entscheidend ist der Zustand, aus dem gelernt wird.
In SenDoKu wird nicht nur Form vermittelt.
Entscheidend ist der Zustand, aus dem gelernt wird.
Dieser Zustand entsteht nicht von selbst.
Er wird angeleitet, mitgetragen und mit der Zeit selbst kultiviert.
Die Innere-Wetter-Praxis ist dafür keine Ergänzung,
sondern die Voraussetzung.
Wenn der Körper weicher wird, wird das Leben leichter.
Viele Menschen bewegen sich heute nur noch, um etwas zu erledigen:
zur Arbeit,
zur Küche,
zur nächsten Aufgabe.
Alles schnell.
Alles funktional.
Der Körper kommt kaum hinterher.
Dabei trägt dein Körper jeden Tag mehr Spannung,
als dir bewusst ist.
Nicht nur Rückenschmerz, Nacken, Müdigkeit –
sondern dieser leise Grunddruck,
der nie ganz weggeht.
SenDoKu beginnt genau dort.
Es ist keine Sportart.
Es ist keine Figur, die man perfekt lernen muss.
Es ist auch kein „Training“.
Sondern: ein anderer Umgang mit Bewegung.
Peking-Form Tai Chi

1 Form ist leer
Tai Chi – nicht als Leistung, sondern als Weg
Wir lernen die 24 Formen der klassischen Peking-Form.
Langsam, über Jahre hinweg,
in kleinen Schritten,
damit dein Körper nach und nach versteht,
was Weichheit bedeutet.
Nicht als Choreografie.
Nicht als „richtig oder falsch“.
Sondern als Möglichkeit,
dich selbst wieder zu spüren.
Jede Bewegung stellt eine Frage:
Wie fühlt es sich an, wenn ich das ohne Druck mache?
Wo kann ich weicher werden?
Wie viel Atem steckt in dieser Bewegung?
In SenDoKu geht es nie um Perfektion.
Es geht um innere Schönheit.
Um diesen Moment, in dem der Körper fließt,
ohne dass du etwas erzwingst.
Peking-Form Tai Chi
Die Peking-Form des Tai Chi wurde in den 1950er Jahren entwickelt, um die Volksgesundheit zu fördern. Genau das ist unsere Intention. Wir lernen diese 24 Formen im Laufe von etwa drei Jahren, jeweils in kleinen Schleifen, damit auch beim Üben die Körpererfahrung in den Vordergrund treten kann. So ist auch das SEN-qiGong der Weg zum inneren Lächeln.
Wiesen-Tiger-Form Tai Chi
– 草地 (Cǎodì): bedeutet „Wiese“ oder „Grasland“ und kann auch eine friedliche, natürliche Umgebung symbolisieren.
Entwickelt von Sven Eweleit
– 虎形 (Hǔ xíng): bedeutet „Tiger-Form“ und kann die Stärke und Dynamik des Tigers repräsentieren.
7 Formen, Grundgerüst der Peking-Form um von Unten aufzubauen. Damit fangen wir an.

2 Tai Chi Asanas
Die alten Prinzipien – einfach erklärt
Wir arbeiten mit Grundideen aus dem Tai Chi,
aber in einer Sprache, die du sofort spürst:
- Kopf locker, nicht gehalten
- Schultern weich, nicht gezogen
- Gewicht klar verteilt
- Bewegung aus der Mitte, nicht aus Kraft
- innen ruhig, außen frei
- fließen statt festhalten
Das sind keine Regeln.
Es sind Hinweise,
damit du beim Üben nicht gegen dich selbst arbeitest.
„Zehn Grundprinzipien“ von Yang Chengfu:
- Den Kopf entspannt aufrichten
- Die Brust zurückhalten und den Rücken gerade dehnen
- Das Kreuz / die Taille locker lassen
- Die Leere und die Fülle auseinanderhalten (das Gewicht richtig verteilen)
- Die Schultern und die Ellenbogen hängen lassen
- Das Yì (意 – „Absicht, Intention“) und nicht die Gewaltkraft Lì (力 – „Muskelkraft“) anwenden
- Die Koordination von Oben und Unten
- Die Harmonie zwischen Innen und Außen
- Der ununterbrochene Fluss (die Bewegungen sollen fließen)
- In der Bewegung ruhig bleiben
FAQ’s
Muss ich etwas können?
Nein.
Hier geht es nicht um Können, Technik oder Leistung. Du kommst so, wie du bist. Mit dem Körper, den du heute hast. Mehr wird nicht vorausgesetzt.
Bin ich dafür beweglich oder fit genug?
Ja.
Denn es wird nichts gefordert, was du erst erreichen müsstest.
Du bewegst dich in deinem Tempo, in deinem Umfang, in deiner Weise.
Ist das hier sportlich, therapeutisch oder spirituell?
Es ist nichts davon im üblichen Sinn.
Es gibt kein Trainingsziel, keine Therapie, keine Lehre, an die du glauben müsstest.
Es ist eine Praxis der Wahrnehmung in Bewegung.
Was das für dich bedeutet, zeigt sich erst mit der Zeit.
Was passiert konkret, wenn ich das erste Mal komme?
Du kommst auf die Wiese.
Du bewegst dich mit den anderen.
Langsam. Ohne Eile.
Es gibt keine Vorstellungsrunde, keinen Leistungscheck, keinen „richtigen“ Einstieg.
Du schaust, was für dich heute möglich ist – und bleibst dabei.
Werde ich korrigiert oder bewertet?
Nein.
Du wirst nicht vorgeführt, nicht beurteilt und nicht gemessen.
Es gibt Hinweise, wenn du sie möchtest –
aber keine Korrektur gegen deinen Körper.
Du bleibst in deiner eigenen Verantwortung.
Was ist, wenn ich müde, unruhig oder innerlich durcheinander bin?
Dann komm genau so.
Es gibt keinen Zustand, den du erst erreichen müsstest.
Müdigkeit, Unruhe, Anspannung – all das gehört zur Praxis dazu.
Du musst damit nichts machen.
Du darfst damit da sein.
Warum draußen – auch bei schlechtem Wetter?
Weil draußen nichts „kontrolliert“ ist.
Wind, Kälte, Wärme, Geräusche gehören dazu.
Der Körper reagiert anders als in geschlossenen Räumen.
Nicht als Herausforderung – sondern als Teil der Wirklichkeit,
in der wir ohnehin leben.
Was unterscheidet das von Yoga, Tai Chi im Park oder einem Sportkurs?
Hier geht es nicht um ein Programm, das du absolvierst.
Und nicht um ein Ziel, das du erreichst.
Die Bewegungen sind ein Rahmen –
aber entscheidend ist, wie du dich dabei innerlich bewegst.
Nicht die äußere Form steht im Vordergrund,
sondern die innere Art, mit dir selbst umzugehen.
Gibt es Altersgrenzen?
Nein.
Du kannst jung kommen oder alt.
Beweglich oder unbeweglich.
Das Alter spielt hier keine Rolle –
nur das, was für deinen Körper heute möglich ist.
Wie oft müsste ich kommen, damit es „wirkt“?
Seltener als einmal im Monat ist meist schwierig.
Dann beginnt man innerlich immer wieder von vorn –
und das kann frustrierend sein.
Ein gewisser Rhythmus hilft,
damit der Körper die Erfahrung überhaupt aufnehmen kann.
Wie oft genau, zeigt sich mit der Zeit.
Kann ich einfach nur mal schauen?
In einiger Entfernung ja.
Direkt in der Gruppe eher nicht.
Denn die gemeinsame Ruhe ist Teil der Praxis
– und würde durch reines Zuschauen gestört.
Wenn du erst einen Eindruck bekommen möchtest,
sprich uns vorher an.
Dann finden wir einen stimmigen Weg.
Was kostet das?
Die Zeit des Meisters 🙂
In öffentlichen Parks darf keine Teilnahmegebühr erhoben werden.
Im Sommer wird das Angebot (voraussichtlich) im Rahmen von Sport im Park ehrenamtlich gefördert.
Dann ist die Teilnahme kostenfrei.
Auch außerhalb dieses Rahmens ist die Teilnahme nicht an ein Geben der Teilnehmenden gebunden.
Du kommst, ohne etwas zahlen oder geben zu müssen.
Ohne Erwartung.
Ohne Gegenleistung.
Wenn du jedoch Menschen, Initiativen oder Unternehmen kennst,
die diese Arbeit im Hintergrund unterstützen möchten,
ohne Einfluss auf Inhalt oder Praxis,
dann kannst du den Kontakt gern weitergeben.
Worum es hier wirklich geht
SenDoKu ist kein Sportprogramm.
Es ist kein Training.
Und es ist keine Technik zur Selbstoptimierung.
Hier geht es um etwas Einfacheres – und zugleich Tieferes:
Du lernst, dich zu bewegen,
ohne ständig gegen dich selbst zu arbeiten.
Nicht perfekt.
Nicht stark.
Nicht „richtig“.
Sondern so, dass der Körper von innen her weicher wird.
Mit der Zeit taucht dabei etwas auf, das man nicht üben kann:
innere Schönheit.
Sie zeigt sich nicht in Formen,
sondern in dem Moment, in dem Bewegung nicht mehr gezwungen ist.
Das hier ist kein Kurs mit Ziel.
Es ist ein Weg.
Und jeder geht ihn anders.
Niemals Fertig, immer wieder neu.
Alter Mann und seine Übungen.
Sven Eweleit
Draußen bei jedem Wetter, zu allen Jahreszeiten.
Du kommst regelmäßig, lernst die äußere Form.
Du stellst freundlich weise Fragen.
Bekommst eine Ahnung davon, worum es geht.
Du sitzt täglich in Stille, und lernst über dich.
Dann beginnt Deine Praxis.
SenGeKu Kulturpraxis Jahrtausende alte Tradition in zeitgemäßer Weiterentwicklung.
Sen QiGong

Bewegung als Feinarbeit
Manchmal sind es größere Bewegungen.
Manchmal kaum sichtbare.
Manchmal fast gar keine.
Dein Körper entscheidet,
was er an einem Tag braucht.
Je ruhiger du wirst,
desto feiner wird die Bewegung.
Irgendwann merkst du:
Bewegung und Stille sind kein Gegensatz.
Sie gehören zusammen.

2. Sen Qi Gong/Yoga
Sen QiGong fußt auf den Weisheiten der Oberen Grotto des Daozang.
Fast alle anderen QiGong „Angebote“ bleiben im Rahmen der Mittleren Grotto. Da ist nichts schlecht dran. Nur ein völlig anderer Ansatz.
Weltweit anerkannte QiGong-Prinzipien:
Ob aus der Perspektive von Bewegung, Gesundheit, Kampfkunsttraining oder Philosophie betrachtet, ergeben sich mehrere Hauptprinzipien in Bezug auf die Praxis:
- Absichtsvolle Bewegung: vorsichtiger, fließender, ausgewogener Stil
- Rhythmische Atmung: langsam, tief, koordiniert mit flüssiger Bewegung
- Bewusstsein: ruhiger, fokussierter meditativer Zustand
- Philosophische Grundsätze, Ästhetik, Fühlen von Qi-Flow
- Chanting/Sound: Verwendung von Klang als Aufmerksamkeitsobjekt
- Weichheit: weicher Blick, entspanntes Gesicht
- Solide Haltung: sicherer Stand, aufrechte Wirbelsäule
- Entspannung: entspannte Muskeln, leicht gebogene Glieder
- Gleichgewicht und Gegengewicht
- Bewegung über den Schwerpunkten
Fortgeschrittene Ziele:
- Gleichmut: flüssige entspannte Ruhe: freier ruhiger Geist, klares Bewusstsein
- Stille: kleinere und kleinere Bewegungen, schließlich, Stille zu verwirklichen
Die fortschrittlichste Praxis wird im Allgemeinen als mit wenig oder keiner Bewegung angesehen.
Stilles Sitzen ist die Grundlage!
Was heute als normal gilt, macht dich krank
Der FFF-Modus (Fight–Flight–Freeze) wird im Alltag oft für normal gehalten:
- „Ich funktioniere halt unter Druck“
- „Ohne Stress komm ich nicht in Gang“
- „Ich bin halt angespannt – gehört dazu“
Doch das ist ein Trugschluss.
Daueranspannung ist keine Stärke – sondern ein schleichendes Systemversagen.
Je länger du im FFF-Modus bleibst, desto mehr baut sich Grundanspannung auf – still, aber stetig.
Und das kostet dich:
- 👎 Energie – weil du gegen dich selbst arbeitest
- 👎 Konzentration – weil dein Gehirn im Überlebensmodus hängt
- 👎 Gesundheit – weil Entzündung und Dysregulation wachsen
- 👎 Handlungsspielraum – weil du immer reaktiver wirst
Im Extremfall führt dieser Zustand sogar zu neurodegenerativen Prozessen – weil Reparatur und Regeneration systematisch unterdrückt werden.
Das Tragische: Der RR-Modus (Ruhe & Reparatur) ist kein „Rückzug“ – er ist easy, hoch-effizient und gesund. Du arbeitest nicht *weniger* – sondern aus einem besseren Zustand heraus.
RR-Modus = nicht Rückzug, sondern Ressourcenmodus.
Wer darin lebt, kann klar denken, langfristig handeln, echte Kraft aufbauen – und dabei gesund bleiben.
SenDoKu ist keine Spielart von Bewegung, sondern ein gezielter Ausstieg aus einem verhärteten Körperzustand, der sich über Jahre aufgebaut hat –
Grundspannung – das stille Gift im Gewebe
Wenn du über Jahre im FFF-Modus funktionierst, baut sich etwas auf, das kaum jemand bemerkt – weil es sich langsam festsetzt:
Grundspannung. Ein unterschwelliger Dauertonus, der deine Muskeln, dein Bindegewebe und deine Wahrnehmung verändert.
Was passiert dabei?
- Dein Körper bleibt in Alarmbereitschaft – auch wenn du ruhst.
- Das Bindegewebe (Faszien) zieht sich schleichend zusammen – Bewegung wird enger, steifer, schmerzhafter.
- Du spürst dich weniger – aber funktionierst mehr.
Diese Grundspannung wird oft für „normal“ gehalten – ist aber ein stiller Stressspeicher.
Auf Dauer ist sie ein idealer Nährboden für Erschöpfung, Schmerzsyndrome, depressive Zustände – bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen.
SenDoKu beginnt genau dort:
In der langsame, bewussten Bewegung wird diese tiefe Grundspannung zuerst sichtbar – und dann Schicht für Schicht aufgelöst:
- Du lernst dich wieder zu spüren – nicht als Idee, sondern im Körper.
- Du erlaubst dem Gewebe, weich zu werden – durch Aufmerksamkeit, nicht durch Dehnen.
- Du schaffst Raum – innen wie außen.
Es ist kein Training – es ist Entschichtung.
Und es ist ein Weg zu einem Körper, der nicht ständig kämpft.
Sen QiYoga

Worum es wirklich geht
SenDoKu ist ein Weg zu einem Körper, der nicht gegen sich selbst arbeitet.
Ein Körper, der Raum hat,
statt Spannung zu speichern.
Ein Körper, der wieder atmet,
statt sich durch den Tag zu kämpfen.
Es ist ein langsamer Weg.
Ein ehrlicher Weg.
Ein Weg, der dir nichts verspricht,
aber vieles ermöglicht.
Ein Moment Weichheit. Ein Atemzug Aufmerksamkeit. Ein Schritt Gelassenheit.
So beginnt es.
Übungen sind Teil von Sen-Ge-Ku. Körpererfahrung, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Gelassenheit sind die Grundlage der persönlichen Entwicklung.
Yoga ?
„Aber nur mit dem Buddhismus selbst, wie im Pali-Kanon dargelegt, können wir über eine systematische und umfassende oder sogar integrale Schule der Yogapraxis sprechen, die somit die erste und älteste ist, die für uns in ihrer Gesamtheit erhalten geblieben ist.“ – Werner 1998.

Was sich verändert, wenn du langsamer wirst
Wenn du einen Schritt bewusst machst,
nur minimal langsamer als sonst,
merkst du sofort etwas:
Der Körper wird weicher.
Der Atem ruhiger.
Der Kopf klarer.
Das ist kein Trick.
Das ist Biologie.
Der Körper schaltet um –
weg vom inneren Kampfmodus,
hin zu einem Zustand, in dem er sich selbst regulieren kann.
